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Franchising: stark durch andere

Als Franchise-Geber können selbst kleinste Unternehmen ihre Geschäftsidee schnell in die Fläche bringen und den Umsatz massiv steigern. Das klappt mit überraschend vielen Angeboten.

Autor: Midia Nuri


Vorteile erken­nen Als Fran­chise-Geber kön­nen Sie in ent­fer­nte Regio­nen expandieren, ohne dort selb­st unternehmerisch tätig wer­den zu müssen. Sie stellen lokalen Part­nern für eine Fran­chise-Gebühr Ihr Konzept, Mate­ri­alien sowie die Nutzungsrechte am Namen Ihres Unternehmens zur Ver­fü­gung.

Selb­st­be­wusst sein Für Fran­chis­ing eignen sich viele Ideen. Inno­v­a­tive Fir­menchefs in ver­schieden­sten Branchen ver­di­enen so Geld – Friseure, Bäck­er oder Gas­tronomen eben­so wie Bau­fir­men, Instal­la­tions­be­triebe und Nach­hil­fe­in­sti­tute. Zu den bekan­ntesten Fran­chise-Sys­te­men gehören McDonald’s, Apol­lo Optik, Back­w­erk, The Body Shop oder Tee Gschwend­ner. Entschei­dend ist: Die Part­ner müssen ihre Pro­duk­te oder Dien­stleis­tun­gen in iden­tis­ch­er Qual­ität liefern kön­nen und das Ange­bot muss für Kun­den in anderen Regio­nen inter­es­sant sein.

Ver­trag for­mulieren Der Fran­chise-Ver­trag muss auf Branche und Konzept zugeschnit­ten sein. Er regelt ins­beson­dere Fra­gen der Nutzung von
imma­teriellen Recht­en wie Marke und Logo sowie die Ein­hal­tung von Stan­dards. Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es beim Deutschen Fran­chise-Ver­band (DFV), www.franchiseverband.com.

Gebi­ete fes­tle­gen Im Ver­trag soll­ten Sie Gebi­etsmono­pole festschreiben, mit denen Sie Ihr eigenes Gebi­et sowie das Ihrer Part­ner vor iden­tis­chen Ange­boten in der Nähe schützen. Die Größe eines Gebi­ets müssen Sie genau pla­nen: Ist es zu klein, kommt der Part­ner nicht auf seine Kosten, ist es zu groß, kön­nen Sie das volle Mark­t­poten­zial nicht auss­chöpfen.

Hand­buch schreiben Neben Schu­lun­gen hil­ft es, das eigene Konzept auf Part­ner zu über­tra­gen. In ihm doku­men­tieren Sie das Know-how, das der Fran­chise-Nehmer braucht, um das Konzept erfol­gre­ich umzuset­zen. Leg­en Sie möglichst auch eine dig­i­tale Vari­ante an, so kön­nen Sie es leichter aktu­al­isieren.

Part­ner überzeu­gen Wer­ben Sie Fran­chise-Nehmer mit Konzept, Hand­buch und Ver­trag. Dabei han­delt es sich um Geschäftspart­ner auf Augen­höhe, die als selb­st­ständi­ge Unternehmer auf eigene Rech­nung und mit eigen­em Risiko agieren. Es sind also wed­er Ihre Fil­ialleit­er noch Ihre angestell­ten Geschäfts­führer.

Auf­gaben aufteilen Als Fran­chise-Geber ver­fein­ern, ver­mark­ten und kon­trol­lieren Sie das Konzept und ver­sor­gen Ihre Part­ner mit Dien­stleis­tun­gen, Infor­ma­tio­nen und Mate­ri­alien. Die Fran­chise-Nehmer set­zen das Konzept am jew­eili­gen Stan­dort um und konzen­tri­eren sich auf die Leis­tungser­bringung sowie Kun­dengewin­nung und ‑pflege im eige­nen Gebi­et.

Mit Gebühr ver­di­enen Fran­chise-Geber erhal­ten vom Fran­chise-Nehmer zwis­chen ein und 15 Prozent vom Net­toum­satz als Gebühr – je nach ange­boten­er Leis­tung, wie etwa Einkaufsvorteilen, kaufmän­nis­chen Dien­stleis­tun­gen, Schu­lun­gen und Mar­ket­ing-Aktiv­itäten. So prof­i­tieren bei­de Seit­en von steigen­den Umsätzen.

In Weit­er­bil­dung investieren Die Fach­schule für Fran­chis­ing in Weil­burg bietet umfan­gre­iche Schu­lungsmöglichkeit­en für Fran­chise-Geber und ‑Nehmer. Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.franchising-fachschule.de.


Quelle: TRIALOG, Das Unternehmer­magazin Ihrer Berater und der DATEV, Her­aus­ge­ber: DATEV eG, Nürn­berg, Aus­gabe 02/2014

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